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Tondokument: Wie Pressesprecher kritische Berichte verhindern wollen

Zentrales Anliegen von 20zwoelf ist es, die wachsende Einflussnahme auf eine freie Berichterstattung in Deutschland zu dokumentieren. Ein schleichender Prozess, der aber vor allem von Pressesprechern, Prominenten-Managern, PR-Agenten immer unverhohlener vorangetrieben wird.
Hier ein Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit: Es ist die Nachricht eines Verlags-Pressesprechers auf dem Anrufbeantworter eines Journalisten. Der wollte einen international bekannten Schriftsteller interviewen, was der Verlagssprecher mit dessen Agentin besprechen sollte.

Das Ergebnis ist hier zu hören: eine ebenso arglose wie dreiste Forderung, keinen „kritischen Bericht“ zu schreiben, „der ein negatives Bild auf den Autor werfen“ könnte. Klare Bedingung: Die Details „nicht zu negativ darstellen, dann klappt das. Zumindest neutral oder in einem positiven Sinn.“

20zwoelf wurde diese Aufzeichnung zur Verfügung gestellt, die Namen der Beteiligten sind der Redaktion bekannt, der gesamte Vorgang wurde verifiziert.

Wenn Forderungen wie diese von Pressesprechern oder Agenten immer häufiger als Selbstverständlichkeit betrachtet und von Journalisten als „notwendiges Übel“ immer automatischer hingenommen werden, geht ein wesentliches Stück Pressefreiheit auch in diesem Land verloren.


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Quelle: Axel Springer Akademie
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